Brustvergrößerung – Wo wird das Implantat platziert?


Im Laufe der Zeit haben sich mehrere alternative Methoden für die Brustvergrößerung entwickelt, die je nach Gegebenheit eingesetzt werden können:

  1. Über dem Brustmuskel, unter der Drüse
  2. Komplett unter den Brustkorbmuskeln
  3. Dual Multi Plane Technik

1. Über dem Brustmuskel, unter der Drüse

Bei dieser 1964 eingeführten, ersten Methode wird das Implantat zwischen Brustdrüse und Brustmuskel eingesetzt.

Vorteile:

  • einfache, Technik (20 Minuten Operationszeit, dadurch niedrige Kosten) 
  • geringe Schmerzen, dadurch ambulant durchführbar
  • keine besonderen chirurgischen Kenntnisse erforderlich

Nachteile:

  • erhöhte Gefahr einer Kapselfibrose (schmerzhafte Verhärtung des Gewebes rund um das Implantat)
  • Abnahme der natürlichen Brustdrüse,
  • Sichtbarwerden des Implantat-Randes wie eine Rippe (daher „Rippling“ bzw. „Ribbling“)
  • Absinken der Brust infolge der Schwerkraft (Das Implantat hat keinen Halt und sackt dadurch nach unten; die Haut wird entsprechend ausgedehnt).
Brustmuskel

Diese Methode für Brüstvergrößerung wird von der T-Klinik komplett abgelehnt! Weil sie aber andernorts immer noch weit verbreitet ist, wird sie bislang nicht als Kunstfehler anerkannt.


2. Komplett unter den Brustkorbmuskeln

Bei dieser Methode wird das Implantat über den kleinen Brustmuskel (pectoralis minor) , unter den großen Brustmuskel (pectoralis major) und unter den naheliegenden Muskeln (gerade Bauchmuskeln, schräge Bauchmuskeln und Sägezahnmuskeln) eingesetzt.

Vorteile:

  • geringere Gefahr einer Kapselfibrose gute Abdeckung des Implantats durch Muskeln und Drüse. Dadurch ist das Implantat weder sichtbar noch tastbar.

Nachteile:

  • aufwändige Technik,
  • schmerzhafte Operation,
  • teilweise mehrtägiger Klinikaufenthalt
  • Gefahr einer Doppelkontur mit zwei Unterfalten, der ursprünglichen und einer neuen Falte, der sogenannten „dubble bubble“.
  • Implantat kann nach oben rutschen, während die Drüse absinkt („Wasserfall-Deformität“)
  • nur für kleinere Implantate geeignet
  • Hängende und leicht hängende Brüste können nicht ohne eine zusätzliche Straffung korrigiert werden.
Brustmuskel

Wegen ihrer schwerwiegenden Nachteile wird diese Methode der Brustvergrößerung in der T-Klinik nicht eingesetzt. In unserer Philosophie gibt es hierfür keinerlei Indikation.


3. Dual und Multi Plane Technik

Wir setzen die sogenannte Multi Plan Technik ein. Sie basiert auf der zweischichtigen Dual Plane Technik des genialen texanischen Chirurgen Dr. John B. Tebbetts. Bei diesem Verfahren wird das Implantat zum größeren Teil (60 bis 90 %) unter dem Großen Brustmuskel eingesetzt.

Der restliche Teil des Implantats wird seitlich unter der Fascie, dem weißen Bindegewebsband über den naheliegenden Muskeln (gerade Bauchmuskeln, schräge Bauchmuskeln und Sägezahnmuskeln), eingesetzt.

Brustmuskel

Diese Methode vereint die Vorteile der beiden oben genannten Verfahren, vermeidet jedoch die mit diesen verbundenen gravierenden Nachteile. Sie berücksichtigt die gemeinsame Dynamik aller drei Elemente: Drüsen, Muskeln und Implantat durch eine Neupositionierung und Fixierung der Drüse über dem Großen Brustmuskel.

Durch diese Methode können sowohl kleine Brüste vergrößert als auch erschlaffte Brüste gehoben werden.

Die von uns seit vielen Jahren perfektionierte, weltweit angesehene Methode wird in der T-Klinik mit großem Erfolg eingesetzt – zur größten Zufriedenheit von Patientinnen und Chirurg.